Musikverband der Stadt Winterthur

 

Städtischer Musiktag
2005

 
 
 
Pressebericht des Landboten vom 20.06.05
über den städtischen Musiktag 2005

Bilder Heinz Diener

Tuten und Blasen vom Feinsten: Die Brass-Band Winterthur auf dem Neumarkt (links) und die Stadtmusik Winterthur auf der Stadthausstrasse.
 

Marschmusik erfüllt die Stadt

«Vorwärts Marsch!» hat es am Samstag geheissen. Rund 300 Musiker haben Leben in die Altstadt gebracht.


(von HANS BRUNNER)

Der städtische Musiktag ist der grösste Anlass der Winterthurer Blasmusikvereine. Auf verschiedenen Plätzen in der Altstadt fanden mittags dreiviertelstündige Platzkonzerte statt. Damit wurden die Blasmusikfans auf das Defilee am Nachmittag auf der Stadthausstrasse eingestimmt. Diesen Umzug führte der Tambourenverein der Stadt Winterthur an. Matthias Kilga, am Montag noch in Armeeuniform mit dem Spiel der Luftwaffe im Stadthaus zu erleben, erhob den Tambourenstab für den «Fürstenländer» von Roman Lombriser.

Schwierige Formationen

Was darauf folgte, widerspiegelt das heutige städtische Vereinsleben. Die Korps der Blaukreuzmusik und der Heilsarmeemusik, beides Brass-Band- Besetzungen, schritten gemeinsam die Stadthausstrasse vom Bahnhof zum Altstadtschulhaus ab. Wer dabei von einem Einzelfall ausgeht, bemerkt allerdings, dass solches Zusammengehen im Trend liegt. Der Musikverein Seen hat sich die Musikgesellschaft Wülflingen zum Verbündeten gemacht. Zu «Ragtime Please» von Lex Abel zeigten die Musiker Evolutionen. Das zusammengewürfelte Korps wusste mit seinem Auftritt zu begeistern. Kontermärsche und geometrische Figuren zu laufen und dabei ein Instrument zu spielen, ist wahrscheinlich die schwierigste Art, an einer Marschmusikparade aufzutreten. Die Verkehrspersonalmusik nahm sich der wenigen Musiker aus dem Quartier Veltheim an. Unter Beat Möckli liessen sie «Capo San Martino» von Max Leemann erklingen. Trotz warmem Sommerwetter liess es sich die Stadtmusik Winterthur nicht nehmen, in ihrer Galauniform mit Veston und hohem Hut aufzutreten. Die Zuschauer am Strassenrand – unter ihnen auch Stadtpräsident Ernst Wohlwend – dankten die Auftritte mit Applaus. Eine Überraschung war der Auftritt der Stadtjugendmusik im Kirchgemeindehaus Liebestrasse. Aus dem ehemals 100-köpfigen Korps ist eine Big Band mit 25 Jugendlichen geworden. Eine zweite Überraschung bot auch der Auftritt der Tambouren: Im Programm ist Anton Wymann als Dirigent aufgeführt. Der Mann mit seinen 35 verdienstvollen Vereinsjahren sei zurückgetreten, heisst es auf Anfrage. So führte Oliver Bürgis die Tambouren an. Bleibt zu hoffen, dass diese Formation ihren bravourösen Auftritt auch künftig wiederholen kann.

 

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